• Katrin Sprondel

Die Weiblichen Archetypen 💗💗 Die MATRONE 💗 💗





Vorweg eine kurze Anmerkung zur zweimonatigen Blogpause bei den «Weiblichen Archetypen». Dieser Sommer hatte es ziemlich in sich 😉. Ich habe die letzten 15 Jahre in ZĂŒrich / Schweiz gelebt und gearbeitet. Doch es kommt ja immer anders als man denkt. So haben dann verschiedene – berufliche und private – und unerwartete VerĂ€nderungen einige Anpassungen erfordert. Und eine der Anpassungen war mein Umzug in das schöne Burgund / Frankreich.

Der Umzug war mit mehr Aufwand – körperlich, mental und administrativ – verbunden als geahnt. Die ursprĂŒngliche Idee war, dass alles in 3 Wochen abgefrĂŒhstĂŒckt zu haben. Aber nein – Pustekuchen. Vieles hat sich unendlich hingezogen. Zusagen von Anderen wurden nicht eingehalten, Ämter haben geblockt oder «Ferien gemacht» und, und, und 
. Und Allem zum Trotz bin ich nun hier und schreibe wieder – YAY!

Diese Blogserie ist ja so gestartet, dass ich euch jeden Monat einen weiblichen Archetypen vorstelle. Da alle Archetypen auch den Monaten zugeordnet sind, habe ich beschlossen, «Die Hebamme» und «Die Amazone» zu ĂŒberspringen. Und mit der Matrone, deren Monat der September ist und der die Tag- und Nachtgleiche im Herbst zugeordnet wird – dieses Jahr am 22. September – weiterzumachen.

SelbstverstÀndlich wird es auch noch BeitrÀge zur «Hebamme» und «Amazone» geben, einfach am Ende der Serie.

I am authority

I find the balance and resolution within

I am the Matriarch

Response: Come, sister, we need your leadership

Quelle: http://www.womenssummersolstice.com/


Was verstehen die meisten Menschen unter «Matrone»?


Zwar ist der Begriff Matrone heute noch im deutschen Sprachgebrauch bekannt, allerdings wird er kaum noch angewandt. FĂŒr viele ist «Matrone» auch ein Synonym fĂŒr «alte Schachtel», «Spinatwachtel», «Schrulle» oder «Schreckschraube». Also mit einer eher negativen Bedeutung besetzt. Die meisten Menschen verbinden die Matrone mit einer Ă€lteren, dicklichen Frau. Ihr wird nachgesagt, dass sie ihre Stellung als «Familienoberhaupt» willkĂŒrlich gebraucht, sogar tyrannische Eigenschaften werden ihr unterstellt.

Und doch 
 bei dem Wort Matrone schimmert auch heute noch etwas von der Macht und Magie der weisen Alten durch. Das lateinische Wort «matrona» meint nĂ€mlich ausschließlich eine einflussreiche, verehrungswĂŒrdige Dame, deren Lebenserfahrung und Weisheit gefragt sind. Und ich persönlich bevorzuge «Matriarchin» statt Matrone. Ich werde also im Folgenden von der Matriarchin sprechen đŸ„°.


Im Kreis der weiblichen Archetypen


13 Archetypen begleiten eine Frau durch ihr Leben: vom MĂ€dchen zur Jungfrau, den Blutsschwestern, der Mutter, der Hebamme, der Amazone, der Matrone, der Priesterin, der Zauberin, der weisen Alten, der dunklen Mutter bis zur Verwandlerin in der Mitte. Sie stehen symbolisch fĂŒr die ÜbergĂ€nge und Entfaltungsstufen in den Lebenszyklen einer Frau. Jede einzelne erinnert in ihrer Eigenart an die unterschiedlichen Aspekte in der weiblichen Seele und die damit verbundenen Perspektivwechsel, die uns verschiedene Wege und Möglichkeiten aufzeigen.


Die Weisheit, die den Archetypen innewohnt ist der Schatz der gehoben und in die weibliche Persönlichkeit integriert werden will.

Die Matriarchin bildet, zusammen mit der Amazone und der Priesterin, die Gruppe der «Starken». Ihr komplementÀrer Archetyp ist die Jungfrau. Und ebenso wie bei dieser ist der Mond der Matriarchin zu gleichen Teilen hell und dunkel.

Mit ihrer selbstverstĂ€ndlichen, inneren Reife fĂŒllt sie die Rolle als Familienoberhaupt mit ihrer Ruhe und Erfahrung auf natĂŒrliche Weise. Sie befindet sich in einer Lebensphase, in der sie erntet, was sie zuvor gesĂ€t hat. Die Matriarchin in dir weckt deine FĂŒhrungsqualitĂ€ten, deine Ausstrahlung, dein Wissen genauso wie deinen Weitblick, dein Verantwortungsbewusstsein und deine FĂ€higkeit zur Kooperation. In der Phase in der Matriarchin findest Du den Weg ganz in Dir zu ruhen.

Der Weg

Die Matriarchin verfĂŒgt ĂŒber unzĂ€hlige Schichten von Lebenserfahrung. Und es sind diese miteinander verbundenen Schichten die zur Quelle ihrer inneren StĂ€rke, Weisheit und Intuition werden. Ihr Wissen rĂŒhrt vom «machen und tun», Probleme lösen, sich abrackern, sich hingeben, sich irren, erfolgreich sein, lieben und sich wieder irren. All das sind die Pfeiler ihrer Weisheit.

Matriarchinnen können herkömmliche Meinungen in Frage stellen, ihre PrĂ€senz nutzen um Perspektiven zu wechseln und soziale VerĂ€nderungen initiieren. Ihre Liebe und Hingabe gelten nicht nur den ihr nahestehenden Menschen, ihrer Familie, sondern sind viel weiter gespannt – auf ihre Gemeinde, die erweiterte Familie, die ganze Menschheit.

Keine Frau muss die Rolle der Matriarchin ausfĂŒllen. Eine Frau kann Kinder bekommen, alt werden und sich niemals in der Rolle der Matriarchin finden. Es ist ein bewusster, laufender Prozess, der sich erst im Laufe der Zeit und mit viel Praxis manifestiert.

Viele Frauen mittleren Alters nutzen die Möglichkeiten, die ihnen diese Archetypen-Phase zu VerfĂŒgung stellt nicht. Was verstĂ€ndlich ist, denn es ist ein zum Teil reichlich verwirrender Prozess. Ein Prozess, in dem wir Kontrolle aufgeben und im Gegenzug Einfluss bekommen. Als Matriarchin entscheiden wir uns bewusst dafĂŒr, jeden Tag aufzustehen, ohne zu wissen, wo es lang geht. Aber mit der klaren Absicht, uns tĂ€glich aufs Neue, weiterzuentwickeln, etwas zu erschaffen und der Gemeinschaft nĂŒtzlich zu sein.

Je weiter wir durch die verschiedenen Phasen der weiblichen Archetypen wandern, desto grösser wird der Spielraum, in dem wir unsere vielen Facetten zusammenfĂŒhren können und uns somit eine Bandbreite an Möglichkeiten, Resourcen und Perspektivenwechsel erschaffen. Je mehr wir uns auf diese Wanderung, diesen schöpferischen Prozess einlassen, desto mehr werden wir die, die wir eigentlich im Inneren sind. Jede von uns auf ihre eigene, unverwechselbare Art.

Die Auseinandersetzung mit den weiblichen Archetypen kann uns ein bestĂ€ndiger, innerer Kompass sein. Und sie kann uns Kraft, Klarheit und Mut geben, das zu tun was fĂŒr uns stimmig ist.

Kontaktaufnahme


Ein möglicher Weg in die Kontaktaufnahme mit einem weiblichen Archetypen ist das Tagebuch. Das ist fĂŒr alle Formen der inneren Arbeit sehr zu empfehlen.

Bevor du beginnst, finde einen ruhigen Ort. Meditiere 10 – 15 Minuten. ZĂŒnde eine Kerze an. Such dir eine ruhige Playlist und stell sie an. Mach es dir gemĂŒtlich.

Dann wende dich dem Archetypen zu, mit dem du Kontakt aufnehmen willst. Stelle ihr Fragen. Zum Beispiel «Was kannst mir ĂŒber dich/mich sagen?» oder «Was kann ich von dir lernen?». Du wirst feststellen, dass ganz schnell eine Art Dialog entsteht. Ganz so als ob du mit jemandem im Emailaustausch bist. Lass dir Zeit dabei. Und gehe erst dann mit einem weiteren Archetypen in Kontakt, wenn du sicher bist, dass du die Dinge weisst, die du wissen musst.

Unser Alltag mit seinen vielseitigen Forderungen lĂ€sst oft kaum Zeit und Raum fĂŒr die Entfaltung der weiblichen QualitĂ€ten und BedĂŒrfnisse. FĂŒr Frauen ist es daher besonders wichtig, sich einen entsprechenden Ausgleich zu verschaffen und zu einem achtsamen Umgang mit sich selber zu finden.

Leider mussten wir aufgrund der aktuellen Situation das geplante Wochenende fĂŒr das MOONRISE Women Signature Retreat im Workshop-Format absagen. ABER die Planung fĂŒr den Herbst ist im vollen Gange. Unser Online Angebot wird Schritt fĂŒr Schritt ausgebaut und wir freuen uns sehr auf euch. Weitere Infos & Anmeldung hier.

Außerdem sind wir in der Planung fĂŒr 2021 ! So 
. Stay Tuned!

Kontakt

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Iris Jansen
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